Wissenswertes - Das Passivhaus
Im folgenden zeigen wir Ihnen einige wichtige Eigenschaften von Passivhäusern und worauf es besonders ankommt.

Planungstechnische Besonderheiten

Passivhäuser haben eine sehr geringe Heizlast. Man rechnet im Mittel mit einem jährlichen Heizwärmebedarf von weniger als 15 kWh pro Quadratmeter beheizter Fläche (das entspricht ca. 1,5 Liter Heizöl pro Quadratmeter und Jahr). Dieser hohe Wärmedämmstandard wir erreicht durch hocheffiziente sogenannte opake Außenbauteile (das sind lichtundurchlässige Bauteile, also z.B. Wände) mit U-Werten unter 0,15W/m²K.
Mit 3-fach Wärmeschutzverglasungen und kerngedämmten Türblättern lassen sich U-Werte von weniger als 0,9 W/m²K erreichen. Allerdings sind übermäßig große Verglasungen zu vermeiden:
- Verglasungen haben im Vergleich zu Wänden einen
  deutlich schlechteren U-Wert.
- durch Sonneneinstrahlung im Sommer kann es sonst
  leicht zu Überhitzung der Räume kommen.
- auf ausreichenden Sonnenschutz ist nicht nur auf
  der Südseite, sondern auch bei Verglasungen auf
  der Ost- und Westseite zu achten.
  Zusätzlich ist beim Bau eines Passivhauses auf die  
  Vermeidung von Wärmebrücken zu achten, da sich
  sonst der oben genannte niedrige Heizwärmebedarf
  nicht erreichen lässt.
 
Heizungsanlagentechnik

Die geringe Heizlast eines Passivhauses führt dazu, dass beispielsweise ein Einfamilienhaus mit 150m²  eine Heizleistung von nur 1,5kW an den kalten Tagen im Jahr benötigt. Normale Heizsysteme haben aber eine weit höhere Leistung, auch bei der Überlegung des Einsatzes eines Kachelofens ist zu beachten, dass dieser eine viel zu hohe Leistung hat, selbst kleine Öfen dieser Art haben ca. 5kW.
Aus den genannten Gründen ist bei Passivhäusern immer die Wärmerückgewinnung aus der Abluft, also die Lüftungsanlage das Herzstück des Heizungssystems. Diese Anlage sollte mit mindestens 75% Wirkungsgrad arbeiten.
Soll zur Erwärmung von Brauchwasser auch noch ein konventioneller Wärmeerzeuger eingesetzt werden, so ist unbedingt  auf einen sehr großen Pufferspeicher zu achten, da ansonsten eine Heizlast für Duschen oder Baden benötigt wird, die weit über dem Bedarf zum Heizen liegt.
 
     
 
 
 


  Wie komme ich zum Passivhaus?  
 
Wenn Sie eine Bestandsimmobilie zum Passivhaus modernisieren wollen ist eine sorgfältige Planung notwendig. Erster Schritt sollte eine Energieberatung sein.

 
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